Abtretung vs. Neubestellung: Was kostet der Bankwechsel?
Schluss mit dem Kosten-Mythos: So sichern Sie sich Ihre Ersparnis
Bei einer Anschlussfinanzierung oder einem Bankwechsel steht oft die Befürchtung im Raum, dass die Gebühren für das Grundbuch die Zinsvorteile wieder auffressen. Doch in den meisten Fällen ist das Gegenteil der Fall – sofern Sie den richtigen Weg wählen.
Unser Wechselkosten-Rechner räumt mit dem Vorurteil auf, dass ein Bankwechsel zwingend teure Notarbesuche für eine neue Grundschuld erfordert. Er zeigt Ihnen präzise den finanziellen Vorteil der Grundschuldabtretung gegenüber einer kompletten Neubestellung:
- Mythos vs. Realität: Sehen Sie schwarz auf weiß, warum eine Neubestellung oft das Acht- bis Zehnfache einer einfachen Abtretung kostet.
- Individuelle Analyse: Basierend auf Ihrer eingetragenen Grundschuld berechnet das Tool die exakten Gebühren für Notar und Grundbuchamt.
- Präzise Entscheidungshilfe: Erfahren Sie sofort, wie viel von Ihrem Budget „in Ihrer Tasche“ bleibt, statt unnötig für Behördengänge ausgegeben zu werden.
- Transparente Gebührenstruktur: Wir berücksichtigen die marktüblichen Sätze von ca. 0,2 % für die Abtretung gegenüber ca. 1,5–2,0 % bei einer Neubestellung.
Nutzen Sie unseren Wechselkosten-Rechner, um die Nebenkosten Ihres Bankwechsels auf ein Minimum zu reduzieren und Ihre Finanzierung von Anfang an profitabel zu gestalten.
Das sollten Sie wissen
- Eine Grundschuldabtretung an die neue Bank kostet bei einem Darlehen von 200.000 Euro rund 200 bis 500 Euro, während eine komplette Löschung und Neubestellung der Grundschuld mit 1.500 bis 2.500 Euro vier- bis fünfmal teurer ist.
- Die Grundschuldabtretung ist in den meisten Fällen der wirtschaftlichere Weg beim Bankwechsel, sofern die neue Bank die bestehende Grundschuld akzeptiert — was bei den meisten Kreditinstituten üblich ist.
Echte Wechselkosten-Analyse: Grundschuldabtretung vs. Neubestellung
Was kostet der Bankwechsel wirklich?
Die im Grundbuch eingetragene Grundschuld – prüfen Sie Ihren Darlehensvertrag.
Der Betrag, den Sie bei der neuen Bank aufnehmen möchten.
Bei einer eingetragenen Grundschuld von 250.000 € und einer neuen Darlehenssumme von 200.000 € würde eine komplette Neubestellung der Grundschuld ca. 4.375 € kosten (Notar + Grundbuchamt).
Die Abtretung der bestehenden Grundschuld an die neue Bank kostet hingegen nur ca. 500 €. Sie sparen also rund 3.875 € – das ist Geld, das viele Kreditnehmer unnötig ausgeben, weil sie den Unterschied nicht kennen.
Abtretung vs. Neubestellung: Bei einem Bankwechsel muss die Grundschuld nicht neu bestellt werden. Stattdessen kann die bestehende Grundschuld einfach an die neue Bank abgetreten werden – das ist deutlich günstiger.
| Variante | Kosten | Enthält |
|---|---|---|
| Neubestellung | ca. 1,5–2,0 % | Notar, Grundbuchamt, Löschung + Neueintragung |
| Abtretung | ca. 0,2 % | Nur Abtretungsgebühr |
Kosten Neubestellung: Eine komplette Neubestellung beinhaltet Löschung der alten Grundschuld, Neueintragung, Notargebühren und Grundbuchkosten.
Kosten Neubestellung = Grundschuld × 1,75 %
Kosten Abtretung: Bei einer Abtretung wird die bestehende Grundschuld einfach an die neue Bank übertragen. Es fallen nur geringe Gebühren an.
Kosten Abtretung = Grundschuld × 0,2 %
Ersparnis = Kosten Neubestellung − Kosten Abtretung
Voraussetzung: Die Abtretung ist möglich, solange die eingetragene Grundschuld mindestens so hoch ist wie das neue Darlehen. Sie sparen durch die Abtretung etwa 89 % der Kosten im Vergleich zur Neubestellung.
Fazit: Den Mythos der teuren Umschuldung entlarven
Der Wechselkosten-Rechner räumt mit einem der hartnäckigsten Vorurteile in der Welt der Baufinanzierung auf: Dem Glauben, dass ein Bankwechsel aufgrund hoher Notar- und Grundbuchkosten unrentabel sei.
Viele Immobilienbesitzer lassen sich von ihrer Hausbank mit mittelmäßigen Konditionen abspeisen, nur weil sie die vermeintliche bürokratische Hürde und die damit verbundenen Gebühren einer Neubestellung scheuen.
Wie unsere Analyse zeigt, liegt die Realität jedoch ganz woanders. Bei einem Bankwechsel am Ende der Zinsbindung ist in fast allen Fällen die Grundschuldabtretung das Mittel der Wahl.
Anstatt die alte Grundschuld mühsam zu löschen und eine neue eintragen zu lassen – was je nach Summe mehrere tausend Euro kostet –, wird das bestehende Recht einfach von der alten an die neue Bank übertragen. Die Kosten hierfür betragen lediglich einen Bruchteil (ca. 0,2 % der Grundschuldsumme).
Die wichtigsten Erkenntnisse für Ihren Wechsel:
Wissen ist bares Geld
Wer den Unterschied zwischen Abtretung und Neubestellung kennt, spart bereits bei der Vertragsunterzeichnung oft den Gegenwert eines kleinen Gebrauchtwagens.
Abtretung ist Standard
Jede seriöse Bank akzeptiert die Abtretung einer bestehenden Grundschuld. Lassen Sie sich nicht einreden, eine Neubestellung sei zwingend erforderlich.
Amortisation in Rekordzeit
Da die echten Wechselkosten oft nur wenige hundert Euro betragen, rechnet sich ein Wechsel zu einem günstigeren Marktzins meist schon innerhalb der ersten zwei bis drei Monatsraten.
Liquidität schützen
Das gesparte Geld bei den Wechselkosten bleibt in Ihrem Eigenkapital und kann sofort für Sondertilgungen oder wertsteigernde Maßnahmen an Ihrer Immobilie genutzt werden.
Ihre nächsten Schritte zum intelligenten Vermögensaufbau
Die Erkenntnis, dass ein Bankwechsel kostengünstig möglich ist, ist die Eintrittskarte für eine massive Optimierung Ihres Portfolios. Gehen Sie nun methodisch vor, um Ihr Vermögen vor unnötigen Zinsverlusten zu schützen:
1. Den echten Marktvergleich starten
Nachdem Sie wissen, dass die Wechselkosten minimal sind, sollten Sie prüfen, wie viel Sie durch einen günstigeren Zins tatsächlich sparen können. Nutzen Sie hierfür unseren spezialisierten:
Bankwechsel-Check (Loyalitäts-Kosten-Rechner): Vergleichen Sie hier direkt die Zinskosten Ihrer Hausbank mit dem aktuellen Marktangebot und berechnen Sie Ihre Netto-Ersparnis.
2. Die Finanzierung auf den Prüfstand stellen
Ein Bankwechsel ist die perfekte Gelegenheit, die gesamte Strategie anzupassen. Sollten Sie die Tilgung erhöhen? Wie stabil ist Ihr Konstrukt?
Tilgungs-Rechner: Sehen Sie, wie eine höhere Tilgung beim neuen Anbieter Ihre Schuldenfreiheit um Jahre nach vorne zieht.
Zins-Stress-Test: Simulieren Sie, ob Ihre neue Rate auch bei einem zukünftigen Zinsanstieg noch tragbar bleibt.
3. Den Beleihungsauslauf optimieren
Vielleicht ist Ihre Immobilie seit dem Kauf im Wert gestiegen? Wenn Sie dies beim Bankwechsel nachweisen, sinkt Ihr Beleihungsauslauf, was Ihnen noch bessere Zinskonditionen sichert.
Beleihungsauslauf-Rechner: Ermitteln Sie, ob Sie durch eine Neubewertung in eine günstigere Zinsstaffel rutschen.
4. Unterlagen vorbereiten und verhandeln
Fordern Sie von Ihrer aktuellen Bank eine aktuelle Saldenbestätigung und eine Kopie des Grundbuchauszugs an. Mit den Ergebnissen aus unserem Rechner im Rücken können Sie nun selbstbewusst Verhandlungen führen oder direkt zu einem günstigeren Anbieter wechseln.
Achten Sie dabei darauf, dass die Abtretung der Grundschuld explizit im neuen Angebot vorgesehen ist.
5. Zinsersparnis investieren
Der intelligenteste Weg zum Vermögensaufbau besteht darin, die monatliche Zinsersparnis nicht zu verkonsumieren.
Leiten Sie den Differenzbetrag entweder direkt in eine höhere Tilgung oder in einen breit gestreuten ETF-Sparplan. So verwandeln Sie „verlorene“ Zinskosten in echtes Produktivkapital.
FAQ – Häufige Fragen zu Grundschuld, Abtretung und Wechselkosten
Bei einer Abtretung wird die bestehende Grundschuld einfach von der alten an die neue Bank „weitergereicht“. Bei einer Neubestellung hingegen wird die alte Grundschuld im Grundbuch gelöscht und eine völlig neue eingetragen. Die Abtretung ist der Standardweg bei einem Bankwechsel, da sie deutlich günstiger und schneller ist. Unser Rechner zeigt Ihnen den direkten Kostenvergleich beider Varianten.
Bei einer Löschung und Neubestellung fallen doppelte Gebühren an: einmal für die Löschung der alten Last und einmal für die Beurkundung und Eintragung der neuen Grundschuld. Bei der Abtretung fällt lediglich eine Gebühr für die Abtretungserklärung und deren Eintragung an. In unserem Ratgeber erläutern wir, warum Sie durch eine Abtretung oft mehr als 50 % der Notar- und Grundbuchkosten einsparen können.
Der Notar beglaubigt die Abtretungserklärung der alten Bank oder beurkundet bei einer Neubestellung die neue Grundschuldbestellung. Zudem überwacht er die korrekte Eintragung im Grundbuch. Auch wenn ein Bankwechsel Routine ist, sind die Notargebühren gesetzlich im GNotKG festgeschrieben. Unser Tool berechnet diese Gebühren basierend auf Ihrer Darlehenssumme exakt vor.
Nein, und oft ist es sogar klug, dies nicht zu tun. Eine bestehende, „eingetragene“ Grundschuld kann später als Sicherheit für neue Kredite (z. B. für eine Sanierung) genutzt werden, ohne dass neue Notarkosten für eine Bestellung anfallen. Wenn Sie die Grundschuld dennoch löschen möchten, zeigt Ihnen unser Rechner, welche Gebühren das Grundbuchamt dafür erhebt.
Der rein bürokratische Akt zwischen den Banken und dem Notar dauert meist nur wenige Wochen. Für die Auszahlung des neuen Kredits reicht der Bank oft schon die Bestätigung des Notars, dass die Abtretung beantragt wurde. Mehr Details zum zeitlichen Ablauf einer Umschuldung finden Sie in unserer Checkliste unter dem Rechner.
Nein, da Änderungen im Grundbuch in Deutschland zwingend eine notarielle Mitwirkung erfordern. Allerdings müssen Sie für eine einfache Abtretung oft nicht einmal persönlich beim Notar erscheinen, da dies zwischen den Banken abgewickelt wird. Unser Wechselkostenrechner berücksichtigt die notwendigen Notar-Pauschalen bereits in der Endsumme.
Da die Kosten für eine Abtretung bei einer Summe von 200.000 € oft nur bei wenigen hundert Euro liegen, amortisiert sich der Wechsel meist schon durch eine Zinsersparnis von 0,1 % innerhalb weniger Monate. Nutzen Sie den Rechner, um Ihre individuellen Wechselkosten der potenziellen Zinsersparnis gegenüberzustellen und so eine fundierte Entscheidung zu treffen.
Rechtlicher Hinweis
kjhkjhkjututytuyyutyutyutuyDies ist keine individuelle Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung. Die bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und stellen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzprodukten, Kapitalanlagen oder Immobilien dar.
Alle Angaben wurden nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt, jedoch ohne Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität. Konditionen, Zinssätze und regulatorische Rahmenbedingungen können sich jederzeit ändern.
Jede Kapitalanlage ist mit Risiken verbunden. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Konsultieren Sie bei individuellen Fragen einen qualifizierten Finanzberater, Steuerberater oder Rechtsanwalt.
Über den Autor
Dr. Josef Reindl
Aufgrund seiner früheren Tätigkeit bei der LBS Bayern, in der Immobilienwirtschaft und namhaften Hausbau-Unternehmen ist Dr. Reindl mit verschiedensten Aspekten aus dem Bereich Immobilien, Finanzierung und Vermögensaufbau gut vertraut.







