Forward-Darlehen Break-Even Rechner

Forward-Rechner: Verwandeln Sie Ihre Zinsangst in eine kalkulierbare Zahl

Ihr Break-Even-Zins – die eine Zahl, die über Sichern oder Abwarten entscheidet

Die Angst vor steigenden Zinsen ist real – aber sie ist kein guter Berater. Banken wissen das und positionieren das Forward-Darlehen als „alternativlosen Schutzschild“. Doch Sicherheit hat einen Preis: den Forward-Aufschlag, der sich bei 36 Monaten Vorlauf auf 0,5 bis über 1 Prozentpunkt summieren kann.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht „Habe ich Angst vor steigenden Zinsen?“, sondern: „Auf welches Zinsniveau muss der Markt steigen, damit der Aufschlag sich für mich rechnet?“ Diese Schwelle heißt Break-Even-Zins – und sie ist für jeden Finanzierer individuell.

Unser Rechner verwandelt die diffuse Sorge in eine harte Zahl. Er berechnet Ihren persönlichen Break-Even, visualisiert die „Kippzone“ im Liniendiagramm und zeigt die Kostendifferenz über 10 Jahre in Euro.

Was Ihnen dieser Rechner zeigt:

  • Ihr Break-Even-Zins als Headline-Zahl: Groß und prominent – der Zinssatz, ab dem sich das Forward-Darlehen für Sie lohnt. Liegt der Marktzins am Ende Ihrer Bindung darüber, haben Sie gewonnen.
  • Liniendiagramm mit Kippzone: Zwei Linien zeigen den fixierten Forward-Zins gegen die dynamische Marktzinsentwicklung. Die Fläche dazwischen ist Ihr Vorteil – oder Ihr Risiko.
  • Kostendifferenz über 10 Jahre in Euro: Sehen Sie die konkrete Ersparnis oder Mehrbelastung, die sich über die neue Zinsbindung summiert – nicht in Prozent, sondern auf Ihrem Konto.
  • Handlungsempfehlung per Ampel-Logik: Grün (Break-Even realistisch – Absicherung prüfen), Gelb (Aufschlag moderat – abwägen) oder Rot (Aufschlag zu teuer – Vorsicht).

 

Geben Sie Restschuld, Vorlaufzeit und Forward-Aufschlag ein. In Sekunden haben Sie die Zahl, die aus Bauchgefühl eine fundierte Entscheidung macht.

Das sollten Sie wissen

  • Der Break-Even-Zins eines Forward-Darlehens ist die entscheidende Kennzahl: Er markiert exakt den Marktzins, ab dem sich die Zinssicherung im Rückblick gelohnt hat.
  • Liegt der Marktzins bei Ablauf der Zinsbindung über dem Break-Even, hat der Kreditnehmer gespart; liegt er darunter, wäre Abwarten die günstigere Option gewesen — diese Unsicherheit ist der Preis der Planungssicherheit.
Forward-Rechner | Gewonnen – nie zerronnen
FORWARD-DARLEHEN

Forward-Rechner: Ab wann lohnt sich der Zinsaufschlag?

Berechnen Sie Ihren persönlichen Break-Even-Zins und erfahren Sie, ob sich ein Forward-Darlehen für Sie rechnet

Ihre Finanzierungsparameter
Restschuld am Ende der Zinsbindung ? Die Restschuld ist der Betrag, der am Ende Ihrer aktuellen Zinsbindung noch offen ist. Sie finden diesen Wert in Ihrem Tilgungsplan. Kreditsumme
200.000 €
50.000 € 800.000 €
Reiner Darlehensbetrag ohne Kaufnebenkosten
Zeit bis zum Ende der Zinsbindung ? Die verbleibende Dauer Ihrer aktuellen Zinsbindung in Monaten. Forward-Darlehen sind typischerweise 6 bis 60 Monate im Voraus abschließbar. Monate
24 Monate
6 Monate 60 Monate
Je weiter im Voraus, desto höher der Forward-Aufschlag
Aktueller Marktzins ? Der aktuelle Sollzins für eine vergleichbare Anschlussfinanzierung ohne Forward-Aufschlag. Sollzins p.a.
3,50 %
1,00 % 7,00 %
Forward-Aufschlag / Monat ? Banken berechnen für jeden Monat Vorlaufzeit einen Zinsaufschlag. Üblich sind 0,01 % bis 0,03 % pro Monat. % pro Monat
0,02 %
0,01 % 0,05 %
Ihr Zins-Szenario: Erwarteter Marktzins in 24 Monaten ? Welchen Marktzins erwarten Sie zum Zeitpunkt Ihrer Anschlussfinanzierung? Dieser Wert dient dem Vergleich mit dem Forward-Zins. Sollzins p.a.
4,50 %
1,00 % 8,00 %
Empfehlung: Mindestens 2 % für eine angemessene Tilgungsdauer.
Ihr Break-Even-Ergebnis
🎯
IHR BREAK-EVEN-ZINS
3,98 %
Wenn der Marktzins in 24 Monaten höher als 3,98 % liegt, haben Sie mit dem Forward-Darlehen gewonnen.
Aktueller Marktzins
3,50 %
Heutiges Niveau
Forward-Zins
3,98 %
Inkl. Aufschlag
Gesamtaufschlag
+0,48 %
Forward-Prämie
🟢
Empfehlung: Absicherung prüfen
Ihr Break-Even-Zins liegt unter dem erwarteten Marktzins. Ein Forward-Darlehen kann sich für Sie lohnen – Sie sichern sich das aktuelle Zinsniveau gegen steigende Zinsen ab.
Forward-Zins vs. Marktzins-Szenarien
Forward-Zins (fixiert)
Marktzins-Szenario
Kostendifferenz über 10 Jahre
Ihre Berechnung im Überblick

Bei einer Restschuld von 200.000 € und einer Vorlaufzeit von 24 Monaten berechnet die Bank einen Forward-Aufschlag von 0,48 %. Ihr fixierter Forward-Zins liegt damit bei 3,98 %.

Steigt der Marktzins bis zum Ende Ihrer Zinsbindung über 3,98 %, sparen Sie mit dem Forward-Darlehen bares Geld. Bei einem angenommenen Marktzins von 4,50 % ergäbe sich über 10 Jahre eine Ersparnis.

✓ Sicherungsvorteil: Gegenüber dem Szenario-Zins von 4,50 % sparen Sie mit dem Forward-Darlehen über 10 Jahre insgesamt 10.400 € an Zinskosten.

💡 Gut zu wissen: Der Forward-Aufschlag ist der Preis für Zinssicherheit. Er entspricht einer Art „Versicherungsprämie" gegen steigende Zinsen. Je länger die Vorlaufzeit, desto höher der Aufschlag – aber auch desto wertvoller die Absicherung bei steigendem Zinsniveau.

So funktioniert die Berechnung
Schritt 1: Forward-Zins berechnen

Der Forward-Zins setzt sich aus dem aktuellen Marktzins plus einem Aufschlag für die Vorlaufzeit zusammen. Die Bank berechnet diesen Aufschlag pro Monat Wartezeit.

Forward-Zins = Aktueller Marktzins + (Aufschlag pro Monat × Vorlaufzeit in Monaten)

Beispiel:
Forward-Zins = 3,50 % + (0,02 % × 24 Monate)
Forward-Zins = 3,50 % + 0,48 % = 3,98 %
Schritt 2: Break-Even-Zins ermitteln

Der Break-Even-Zins ist der Punkt, ab dem sich das Forward-Darlehen finanziell lohnt. Er entspricht exakt dem berechneten Forward-Zins: Steigt der Marktzins über diesen Wert, profitieren Sie von der Absicherung.

Break-Even-Zins = Forward-Zins

Wenn Marktzins bei Anschlussfinanzierung > Break-Even-Zins → Forward lohnt sich
Wenn Marktzins bei Anschlussfinanzierung < Break-Even-Zins → Forward war teurer

Beispiel:
Break-Even-Zins = 3,98 %
Marktzins steigt auf 4,50 % → Vorteil Forward-Darlehen ✓
Marktzins fällt auf 3,20 % → Forward war teurer ✗
Schritt 3: Kostendifferenz über 10 Jahre berechnen

Um den konkreten finanziellen Vor- oder Nachteil zu beziffern, vergleichen wir die Zinskosten des Forward-Darlehens mit dem Szenario-Zins über eine fiktive Laufzeit von 10 Jahren.

Zinskosten Forward = Restschuld × Forward-Zins × 10 Jahre
Zinskosten Szenario = Restschuld × Szenario-Zins × 10 Jahre

Ersparnis / Mehrkosten = Zinskosten Szenario − Zinskosten Forward

Beispiel bei 200.000 € Restschuld:
Zinskosten Forward = 200.000 € × 3,98 % × 10 = 79.600 €
Zinskosten Szenario = 200.000 € × 4,50 % × 10 = 90.000 €

Ersparnis = 90.000 € − 79.600 € = 10.400 €
Schritt 4: Empfehlung ableiten

Die Ampel-Logik des Rechners bewertet automatisch, ob sich ein Forward-Darlehen für Ihre Situation lohnt – basierend auf dem Verhältnis von Break-Even-Zins und Szenario-Zins.

🟢 Grün: Szenario-Zins > Break-Even-Zins + 0,3 %
   → „Empfehlung: Absicherung prüfen"

🟡 Gelb: Break-Even-Zins − 0,3 % ≤ Szenario-Zins ≤ Break-Even-Zins + 0,3 %
   → „Abwägen: Knappe Entscheidung"

🔴 Rot: Szenario-Zins < Break-Even-Zins − 0,3 %
   → „Vorsicht: Der Forward-Aufschlag ist hoch"

Fazit: Warum der Break-Even-Zins diffuse Zinsangst in eine harte Entscheidungsgrundlage verwandelt

Die Ergebnisse des Forward-Rechners liefern die eine Zahl, die jeder Immobilienbesitzer vor dem Ende seiner Zinsbindung kennen sollte: den Break-Even-Zins. Dieser Schwellenwert markiert exakt den Punkt, ab dem ein Forward-Darlehen die wirtschaftlich klügere Wahl ist.

Liegt der Marktzins zum Ablauf Ihrer Zinsbindung über dem Break-Even, haben Sie mit der Absicherung gewonnen. Liegt er darunter, wäre Abwarten günstiger gewesen. Diese binäre Klarheit ersetzt die diffuse Sorge vor steigenden Zinsen durch eine kalkulierbare Entscheidungslogik.

Das Spannungsfeld liegt in der Natur des Forward-Aufschlags. Banken berechnen typischerweise 0,01 bis 0,03 Prozentpunkte pro Monat Vorlaufzeit. Bei 24 Monaten und 0,02 % pro Monat ergibt sich ein Aufschlag von 0,48 Prozentpunkten auf den aktuellen Marktzins.

Bei einem Marktzins von 3,50 % liegt der Forward-Zins damit bei 3,98 %. Dieser Wert ist gleichzeitig Ihr Break-Even: Steigt der Markt über 3,98 %, war die Sicherung richtig. Bleibt er darunter, haben Sie den Aufschlag „umsonst“ gezahlt – aber dafür 24 Monate Planungssicherheit gewonnen.

Das Liniendiagramm des Rechners macht den Entscheidungsraum visuell greifbar. Die grüne Linie des fixierten Forward-Zinses verläuft horizontal und repräsentiert Ihre gesicherte Rate.

Die dynamische Kurve zeigt mögliche Zinsentwicklungen. Dort, wo beide Linien sich schneiden, liegt der Break-Even. Je weiter die aktuelle Markterwartung über diesem Schnittpunkt liegt, desto dringender ist die Absicherung. Je weiter sie darunter liegt, desto teurer ist die „Versicherungsprämie“ im Verhältnis zum abgesicherten Risiko.

Die Ampel-Logik des Rechners ordnet das Ergebnis sofort ein:

Grün empfiehlt die Prüfung eines Forward-Darlehens, wenn der Break-Even unter den aktuellen Marktprognosen liegt.

Gelb signalisiert, dass der Aufschlag den Vorteil weitgehend aufzehrt.

Rot warnt vor einem zu teuren Aufschlag, bei dem die Wahrscheinlichkeit einer Amortisation gering ist.

Diese Einordnung ist keine Handlungsanweisung, sondern eine Orientierungshilfe – die endgültige Entscheidung hängt von Ihrer persönlichen Risikobereitschaft und Ihrer finanziellen Gesamtsituation ab.

Die wichtigsten Erkenntnisse für Ihre Entscheidung

Der Break-Even-Zins ist Ihre persönliche Entscheidungsschwelle

Jede Forward-Entscheidung hat einen individuellen Break-Even, der von drei Variablen abhängt: dem aktuellen Marktzins, dem monatlichen Aufschlag der Bank und der Vorlaufzeit bis zum Ende Ihrer Zinsbindung.

Der Rechner kombiniert diese drei Werte zu einer einzigen Kennzahl, die Ihnen sagt, wie hoch die Zinsen steigen müssten, damit sich die Absicherung lohnt. Ein Break-Even von 4,20 % bei einem aktuellen Marktzins von 3,50 % bedeutet: Die Zinsen müssen um 0,70 Prozentpunkte steigen, bevor Sie im Plus sind.

Kürzere Vorlaufzeiten haben niedrigere Break-Evens

Je kürzer die Zeit bis zum Ende Ihrer Zinsbindung, desto geringer der kumulierte Forward-Aufschlag und desto niedriger der Break-Even-Zins:

Bei 12 Monaten Vorlauf und 0,02 % Aufschlag liegt der Break-Even nur 0,24 Prozentpunkte über dem Marktzins – eine Schwelle, die bereits bei einer moderaten Zinserhöhung überschritten wird.

Bei 48 Monaten steigt der Break-Even auf 0,96 Prozentpunkte über den Markt. Die Vorlaufzeit ist damit der stärkste Hebel auf die Wirtschaftlichkeit des Forward-Darlehens.

Die Kostendifferenz über 10 Jahre macht den Vorteil greifbar

Der Rechner zeigt nicht nur den Break-Even-Zins, sondern auch die Kostendifferenz in Euro über eine 10-jährige Anschlussfinanzierung. Wenn der Marktzins um 1 Prozentpunkt über den Break-Even steigt, spart ein Forward-Darlehen bei 200.000 € Restschuld rund 20.000 € über 10 Jahre. Diese absolute Zahl macht den abstrakten Zinsvorteil greifbar und zeigt, was auf dem Spiel steht, wenn Sie die Absicherung unterlassen und die Zinsen tatsächlich steigen.

Der Forward-Aufschlag ist zwischen Banken verhandelbar

Die meisten Kreditnehmer akzeptieren den Forward-Aufschlag ihrer Hausbank ohne Vergleich. Doch die Spanne zwischen 0,01 und 0,03 % pro Monat kann den Break-Even um bis zu 1,2 Prozentpunkte verschieben. Bei 200.000 € Restschuld und 60 Monaten Vorlauf beträgt der Unterschied zwischen dem günstigsten und dem teuersten Aufschlag rund 24.000 € über 10 Jahre.

Ein Vergleich mehrerer Angebote und eine aktive Verhandlung lohnen sich damit mindestens ebenso sehr wie der Zinsvergleich für das Anschlussdarlehen selbst.

Ihre nächsten Schritte zum intelligenten Vermögensaufbau

1. Die Restschuld am Ende der Zinsbindung exakt kennen

Der Forward-Rechner benötigt Ihre Restschuld als zentralen Eingabewert. Doch viele Kreditnehmer kennen diesen Betrag nicht exakt, weil der Tilgungsanteil im Zeitverlauf steigt und die Restschuld schneller sinkt als linear angenommen. Prüfen Sie Ihren aktuellen Tilgungsplan oder berechnen Sie die Restschuld für den geplanten Ablaufzeitpunkt, um eine präzise Forward-Kalkulation durchführen zu können.

Tilgungs-Turbo: Simulieren Sie Ihren Tilgungsverlauf und ermitteln Sie die exakte Restschuld am Ende Ihrer Zinsbindung, damit Sie den Forward-Rechner mit dem korrekten Ausgangswert befüllen und eine belastbare Break-Even-Berechnung erhalten.

2. Die Mehrbelastung ohne Absicherung stresstesten

Der Forward-Rechner zeigt den Break-Even. Doch was bedeutet es konkret für Ihren Haushalt, wenn Sie ohne Absicherung in eine Hochzinsphase laufen? Der Stresstest für die Anschlussfinanzierung berechnet exakt, wie sich Ihre monatliche Rate bei verschiedenen Zinsszenarien verändert. Erst dieser Vergleich zeigt, wie viel finanzielle Sicherheit der Forward-Aufschlag tatsächlich kauft.

Anschlussfinanzierung-Restschuldrisiko: Simulieren Sie die monatliche Mehrbelastung bei einem Zinsanstieg von 2 oder 3 Prozentpunkten und beurteilen Sie auf dieser Basis, ob der Forward-Aufschlag im Verhältnis zum vermiedenen Risiko angemessen ist.

3. Die Wechselkosten bei einem Bankwechsel einkalkulieren

Das günstigste Forward-Angebot kommt nicht zwingend von Ihrer aktuellen Bank. Doch ein Wechsel verursacht Kosten für die Grundschuldabtretung oder Neubestellung. Diese Nebenkosten müssen in die Break-Even-Kalkulation einfließen, um den tatsächlichen Gesamtpreis der Zinssicherung zu ermitteln.

Grundschuldabtretung vs. Neubestellung: Berechnen Sie die exakten Wechselkosten und addieren Sie diese zum Forward-Aufschlag, um den wahren Break-Even inklusive aller Transaktionskosten zu ermitteln und einen fairen Vergleich zwischen Hausbank und neuem Anbieter zu ermöglichen.

4. Das gesetzliche Sonderkündigungsrecht als Rückfallposition kennen

Wer ein Forward-Darlehen abschließt und feststellt, dass die Zinsen nach 10 Jahren deutlich niedriger liegen als der gesicherte Satz, kann nach § 489 BGB kostenfrei kündigen und umschulden. Dieses Recht begrenzt das Abwärtsrisiko des Forward-Darlehens und macht es zur asymmetrischen Wette: Steigen die Zinsen, profitieren Sie von der Sicherung; sinken sie, steigen Sie nach einer Dekade kostenfrei aus.

§ 489 BGB Kosten-Nutzen-Rechner: Prüfen Sie, wie viel Sie sparen, wenn Sie nach 10 Jahren von Ihrem gesetzlichen Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen, und bewerten Sie das Forward-Darlehen als asymmetrische Absicherung mit eingebautem Notausgang.

5. Die Zinsbindung der Anschlussfinanzierung strategisch wählen

Ob Sie sich für ein Forward-Darlehen entscheiden oder abwarten – die Wahl der Zinsbindungsdauer für die Anschlussfinanzierung bleibt die nächste kritische Entscheidung. Eine 10-jährige Bindung ist günstiger, setzt Sie aber erneut dem Zinsänderungsrisiko aus. Eine 20-jährige Bindung kostet mehr, bietet dafür zwei Jahrzehnte Planungssicherheit. Der Vergleich zeigt, welche Variante für Ihre Restschuld die geringsten Gesamtkosten erzeugt.

Zinsbindungs-Simulator: Vergleichen Sie die Gesamtkosten verschiedener Zinsbindungsdauern für Ihre Anschlussfinanzierung und ermitteln Sie, ob eine längere Bindung in Kombination mit dem Forward-Zins wirtschaftlich vorteilhafter ist als eine kurze Bindung mit erneutem Zinsrisiko.

FAQ – Häufige Fragen zum Forward-Rechner (Zins-Check)

Ein Forward-Darlehen ist im Grunde eine Versicherung gegen steigende Zinsen. Sie sichern sich heute die Konditionen für eine Anschlussfinanzierung, die erst in der Zukunft (bis zu 60 Monate im Voraus) beginnt. In diesem Abschnitt klären wir, wie Sie berechnen, ob der Preis für diese Sicherheit – der sogenannte Forward-Aufschlag – in Ihrem Fall gerechtfertigt ist.

Das Tool ermittelt Ihren persönlichen Break-Even-Zins. Das ist der Marktzins, der in der Zukunft herrschen müsste, damit das Abwarten exakt so teuer wäre wie die heutige Zinssicherung. Er kalkuliert den Forward-Zins, der sich aus dem aktuellen Marktzins und dem monatlichen Aufschlag der Bank (meist zwischen 0,01 % und 0,03 %) zusammensetzt. Er vergleicht die Gesamtkosten über 10 Jahre zwischen der sofortigen Sicherung und verschiedenen Zins-Szenarien.

Die Bank geht eine Verpflichtung ein: Sie reserviert Ihnen heute Kapital für einen Zeitpunkt in zwei oder drei Jahren. Da die Bank nicht weiß, wie sich die Zinsen bis dahin entwickeln, lässt sie sich dieses Risiko durch einen kleinen Zinsaufschlag pro Monat Vorlaufzeit bezahlen.

Die Rechnung ist einfach: Wenn Sie glauben, dass die Zinsen bis zum Ende Ihrer aktuellen Zinsbindung stärker steigen als der berechnete Break-Even-Zins, sollten Sie das Forward-Darlehen abschließen. Liegt der Break-Even-Zins beispielsweise bei 3,98 % und Sie erwarten Marktzinsen von 4,5 %, sparen Sie durch die frühzeitige Sicherung bares Geld.

Das ist das Risiko der „Versicherung“: Ein Forward-Darlehen ist ein verbindlicher Vertrag. Sinken die Zinsen am Markt unter Ihren vereinbarten Forward-Zins, müssen Sie das Darlehen dennoch abnehmen. Sie zahlen dann mehr als der aktuelle Markt, haben dafür aber die Jahre davor ruhig geschlafen.

In der Ergebnisausgabe (Navy #0F2435) sehen Sie sofort Ihren kritischen Zinssatz. Eine dynamische Tabelle (Szenario-Analyse) zeigt Ihnen in Gold (#CDA24A) oder Rot (#D64545), wie viel Euro Sie bei verschiedenen Zinsentwicklungen gewinnen oder verlieren würden.

Kurze Vorlaufzeit (bis 12 Monate): Die Aufschläge sind oft so gering, dass die Sicherheit fast immer die Kosten überwiegt. Lange Vorlaufzeit (36 bis 60 Monate): Hier summieren sich die Aufschläge massiv. Ein Forward-Darlehen ist hier nur sinnvoll, wenn Sie mit einem sehr starken Zinsanstieg rechnen.

Die voraussichtliche Restschuld am Ende Ihrer aktuellen Zinsbindung. Den aktuellen Marktzins für eine vergleichbare Laufzeit (z. B. 10 Jahre). Die Anzahl der Monate bis zum Ablauf Ihres jetzigen Kredits. { „@context“: „https://schema.org“, „@type“: „FAQPage“, „mainEntity“: [ { „@type“: „Question“, „name“: „Was ist der Break-Even-Zins beim Forward-Darlehen?“, „acceptedAnswer“: { „@type“: „Answer“, „text“: „Es ist der zukünftige Marktzinssatz, ab dem ein Forward-Darlehen günstiger ist als das Abwarten bis zum Ende der Zinsbindung. Er dient als objektive Entscheidungshilfe.“ } }, { „@type“: „Question“, „name“: „Wie hoch ist der typische Aufschlag pro Monat?“, „acceptedAnswer“: { „@type“: „Answer“, „text“: „Üblicherweise verlangen Banken zwischen 0,01 % und 0,03 % Zinsaufschlag für jeden Monat, den die Auszahlung in der Zukunft liegt.“ } }, { „@type“: „Question“, „name“: „Kann ich ein Forward-Darlehen bei einer anderen Bank abschließen?“, „acceptedAnswer“: { „@type“: „Answer“, „text“: „Ja, das ist oft sogar sehr sinnvoll, um Konditionen zu vergleichen. Beachten Sie jedoch, dass bei einem Bankwechsel Notar- und Grundbuchkosten für die Abtretung der Grundschuld anfallen.“ } }, { „@type“: „Question“, „name“: „Wann sollte ich die Finger vom Forward-Darlehen lassen?“, „acceptedAnswer“: { „@type“: „Answer“, „text“: „Wenn Sie davon ausgehen, dass die Zinsen stagnieren oder fallen, oder wenn der Forward-Aufschlag so hoch ist, dass der Break-Even-Zins unrealistisch weit über dem aktuellen Marktzins liegt.“ } }, { „@type“: „Question“, „name“: „Was zeigt der ‚Zins-Szenario-Vergleich‘ im Rechner?“, „acceptedAnswer“: { „@type“: „Answer“, „text“: „Er stellt die Gesamtkosten des Forward-Darlehens den Kosten gegenüber, die entstehen würden, wenn Sie abwarten und der Zins in der Zukunft auf einen bestimmten Wert steigt oder fällt.“ } } ] }

Rechtlicher Hinweis

Dies ist keine individuelle Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung. Die bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und stellen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzprodukten, Kapitalanlagen oder Immobilien dar.

Alle Angaben wurden nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt, jedoch ohne Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität. Konditionen, Zinssätze und regulatorische Rahmenbedingungen können sich jederzeit ändern.

Jede Kapitalanlage ist mit Risiken verbunden. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Konsultieren Sie bei individuellen Fragen einen qualifizierten Finanzberater, Steuerberater oder Rechtsanwalt.

Über den Autor

Dr. Josef Reindl

Dr. Josef Reindl

Aufgrund seiner früheren Tätigkeit bei der LBS Bayern, in der Immobilienwirtschaft und namhaften Hausbau-Unternehmen ist Dr. Reindl mit verschiedensten Aspekten aus dem Bereich Immobilien, Finanzierung und Vermögensaufbau gut vertraut.